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<title>Anghel Saligny</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Anghel Saligny</span></h1>
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<p><b>Anghel Saligny</b> (* <a href="19._April" title="19. April">19. April</a> <a href="1854" title="1854">1854</a> in dem Dorf Șerbănești in der Gemeinde Liești, <a href="Kreis_Gala%C8%9Bi" title="Kreis Galați">Kreis Galați</a>, Region <a href="Moldau_(Region)" class="mw-redirect" title="Moldau (Region)">Moldau</a>; † <a href="17._Juni" title="17. Juni">17. Juni</a> <a href="1925" title="1925">1925</a> in <a href="Bukarest" title="Bukarest">Bukarest</a>) war ein <a href="Rum%C3%A4nien" title="Rumänien">rumänischer</a> <a href="Ingenieur" title="Ingenieur">Ingenieur</a>, Eisenbahn- und Brückenbauer und Hochschullehrer. Sein bekanntestes Werk war die später nach ihm benannte <a href="Anghel-Saligny-Br%C3%BCcke" title="Anghel-Saligny-Brücke">Eisenbahnbrücke über die Donau bei Cernavoda</a>, ihrerzeit eine der größten Brücken Europas.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Leben">Leben</h2></div>
<p>Anghel Salignys Vorfahren stammten aus dem <a href="Frankreich" title="Frankreich">französischen</a> <a href="Ch%C3%A2tillon-Coligny" title="Châtillon-Coligny">Châtillon-Coligny</a>, flohen als <a href="Hugenotte" class="mw-redirect" title="Hugenotte">Hugenotten</a> aber nach dem Widerruf des <a href="Edikt_von_Nantes" title="Edikt von Nantes">Edikts von Nantes</a> im Jahr 1685 in die <a href="Niederlande" title="Niederlande">Niederlande</a>. Ein Nachkomme, Alfred Rudolf Saligny, zog nach <a href="Preu%C3%9Fen" title="Preußen">Preußen</a>, ließ sich später aber als Französisch-Lehrer in <a href="Foc%C8%99ani" title="Focșani">Focșani</a> im damaligen <a href="F%C3%BCrstentum_Moldau" title="Fürstentum Moldau">Fürstentum Moldau</a> nieder. Dort gründete er ein Internat für Grundschüler und heiratete Maria Zarska Dobjanski, eine <a href="Polen" title="Polen">Polin</a> aus dem nördlichen Moldau. Aus der Ehe gingen Alfons Oscar (1853–1903), später ein bekannter rumänischer Chemiker, Anghel und Sofia hervor.
</p><p>Anghel Saligny wurde geboren, als seine Familie durch heftige Unwetter mehrere Tage in dem Dorf Șerbănești festgehalten wurde. Er besuchte die Grundschule seines Vaters in Focșani und das dortige Gymnasium, anschließend das Gymnasium in Potsdam. Seinem Interesse für <a href="Astronomie" title="Astronomie">Astronomie</a> folgend, studierte er zunächst an der <a href="Humboldt-Universit%C3%A4t_zu_Berlin" title="Humboldt-Universität zu Berlin">Friedrich-Wilhelms-Universität</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> bei <a href="Hermann_von_Helmholtz" title="Hermann von Helmholtz">Hermann von Helmholtz</a>, absolvierte dann aber von 1870 bis 1874 ein Ingenieurstudium an der <a href="Berliner_Bauakademie" title="Berliner Bauakademie">Berliner Bauakademie</a>, einem der Vorläuferinstitute der <a href="Technische_Universit%C3%A4t_Berlin" title="Technische Universität Berlin">Technischen Universität Berlin</a>, u. a. bei <a href="Johann_Wilhelm_Schwedler" title="Johann Wilhelm Schwedler">Johann Wilhelm Schwedler</a> und <a href="Ludwig_Franzius" title="Ludwig Franzius">Ludwig Franzius</a>.
</p><p>Er begann seine berufliche Tätigkeit unter der Leitung von <a href="Georg_Christoph_Mehrtens" title="Georg Christoph Mehrtens">Georg Christoph Mehrtens</a> am Bau der Eisenbahnstrecke <a href="Frankfurt_an_der_Oder" class="mw-redirect" title="Frankfurt an der Oder">Frankfurt an der Oder</a> – <a href="Cottbus" title="Cottbus">Cottbus</a>. In dieser Zeit lernte er Teresa Kohn kennen, die er 1876 heiratete. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor, Eugenia, Mihail und Sofia.
</p><p>1877 kehrte er nach Rumänien zurück, um als Projektingenieur bis 1879 am Bau der Eisenbahnstrecke von <a href="Ploie%C8%99ti" title="Ploiești">Ploiești</a> nach <a href="Predeal" title="Predeal">Predeal</a> mitzuwirken, einem Teil der <a href="Bahnstrecke_Ploie%C8%99ti%E2%80%93Bra%C8%99ov" title="Bahnstrecke Ploiești–Brașov">Bahnstrecke Ploiești–Brașov</a>. Auch danach blieb er dem Eisenbahn- und Brückenbau verbunden, so zum Beispiel dem Bau der Strecke von <a href="Adjud" title="Adjud">Adjud</a> nach <a href="T%C3%A2rgu_Ocna" title="Târgu Ocna">Târgu Ocna</a>, einem Teil der <a href="Bahnstrecke_Sf%C3%A2ntu_Gheorghe%E2%80%93Siculeni%E2%80%93Adjud" title="Bahnstrecke Sfântu Gheorghe–Siculeni–Adjud">Bahnstrecke Sfântu Gheorghe–Siculeni–Adjud</a>. In Târgu Ocna plante er den Bahnhof und außerdem die erste <a href="Materialseilbahn" title="Materialseilbahn">Materialseilbahn</a> Rumäniens, die von <a href="Adolf_Bleichert_%26_Co." title="Adolf Bleichert & Co.">Adolf Bleichert & Co.</a> geliefert wurde. Auf ihr transportierten 10 Kübel je eine Tonne Salz auf einer Strecke von 2100 m zum Bahnhof. Die Materialseilbahn war von 1885 bis 1896 in Betrieb, als sie durch eine Industriebahn ersetzt wurde.
</p><p>1888 und 1889 plante und baute er in <a href="Br%C4%83ila" title="Brăila">Brăila</a> und <a href="Gala%C8%9Bi" title="Galați">Galați</a> 18 m hohe <a href="Silo" title="Silo">Silos</a> aus <a href="Stahlbeton" title="Stahlbeton">Eisenbeton</a> für mehr als 25.000 Tonnen Getreide, die deutlich größer waren als <a href="Joseph_Monier" title="Joseph Monier">Joseph Moniers</a> etwa gleichzeitiges Reservoir in <a href="Clamart" title="Clamart">Clamart</a> und damit eine Spitzenposition bei der Anwendung von Eisenbeton einnahmen.
</p><p>Schon 1887 war Anghel Saligny von der 1880 gegründeten <a href="C%C4%83ile_Ferate_Rom%C3%A2ne" title="Căile Ferate Române">Rumänischen Eisenbahn</a> zum Leiter der Planung für die Eisenbahnverbindung mit der großen Donaubrücke zwischen <a href="Cernavod%C4%83" title="Cernavodă">Cernavodă</a> und <a href="Fete%C8%99ti" title="Fetești">Fetești</a> beauftragt worden. 1889 legte er die endgültige Fassung der Pläne für die <a href="Anghel-Saligny-Br%C3%BCcke" title="Anghel-Saligny-Brücke">König-Carol-I.-Brücke</a> vor, die unter seiner Leitung von 1890 bis 1895 ausgeführt wurde. Es war die damals längste Brücke Europas, die später seinen Namen tragen sollte.
</p><p>Auf Anghel Salignys Vorschlag wurde 1890 die Rumänische Schifffahrtsverwaltung gegründet.
</p><p>1895 wurde er zum Generaldirektor der Rumänischen Eisenbahnen ernannt. 1899 übernahm er außerdem die Leitung der Hafenbauverwaltung von <a href="Constan%C8%9Ba" title="Constanța">Constanța</a>, wo er schon seit 1889 an umfangreichen Betonarbeiten zum Ausbau des Hafens mitgewirkt hatte. Wegen einer von 1899 bis 1905 andauernden Finanzkrise mussten zahlreiche Vorhaben jedoch zurückgestellt werden.
</p><p>1910 wurde Anghel Saligny mit großen Feierlichkeiten in den Ruhestand entlassen, wurde aber keineswegs untätig, sondern begann, den Hochwasserschutz an der Donau zu planen. Die <a href="Balkankriege" title="Balkankriege">Balkankriege</a> in den Jahren 1912 und 1913 und der <a href="Erster_Weltkrieg" title="Erster Weltkrieg">Erste Weltkrieg</a> verhinderten jedoch eine Umsetzung seiner Vorhaben. Im November 1915 wurde er zum Leiter des neu geschaffenen Munitionsamtes ernannt, den Leitungsposten gab er nach 9 Monaten wegen zu großer Belastung wieder auf. Für eine kurze Zeit zwischen 1918 und 1919 war er auch Minister für öffentliche Bauvorhaben, dankte aber im Frühjahr wieder ab, um sich ganz seiner Familie widmen zu können.
</p><p>Anghel Saligny bekleidete eine Reihe weiterer Ämter. Er war unter anderem Gründungsmitglied und später Präsident der Bukarester Polytechnischen Gesellschaft, Professor an der Nationalen Hochschule für Brücken- und Straßenbau und Präsident der <a href="Rum%C3%A4nische_Akademie" title="Rumänische Akademie">Rumänischen Akademie</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Anghel_Saligny?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Anghel Saligny</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Quellen">Quellen</h2></div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.anif.ro/cnrid/20100622-Memoriu%20Anghel%20Saligny.pdf">Liviu Buhociu, Cătălin-Adrian Buhociu: <i>In Memoriam: Anghel Saligny</i></a> (PDF; 126 kB) (rumänisch)</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://uac.incd.ro/Art/v3n1a06.pdf">Iulia Băjenaru: <i>Anghel Saligny : Omul şi Monumentul.</i></a> (PDF; 539 kB) (rumänisch)</li></ul>
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Normdaten (Person): <a href="Gemeinsame_Normdatei" title="Gemeinsame Normdatei">GND</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/gnd/130688916">130688916</a></span> | <a href="Library_of_Congress_Control_Number" title="Library of Congress Control Number">LCCN</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://id.loc.gov/authorities/n2008058894">n2008058894</a></span> | <a href="Virtual_International_Authority_File" title="Virtual International Authority File">VIAF</a>: <span class="-print"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://viaf.org/viaf/47876255/">47876255</a></span> | </div>
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